Über meine Malerei
Ich heiße Bettina Herbst und begeistere mich seit vielen Jahren für die Architektur. Seit der Schulzeit hat es mir das Zeichnen und Malen mit Ölpastellkreiden “angetan”.
Ende der 90er Jahre begann ich zunächst, autodidaktisch Landschaften mit Ölpastellkreiden zu malen, und dann kristallisierte sich immer mehr heraus, dass es eher die Häuser in der Landschaft waren, die mich interessierten und herausforderten.
Zunächst ging es mir um die Wiedergabe, dass zumindest ein Wiedererkennungswert da war. Und dann war der Ehrgeiz geweckt. Die Auseinandersetzung mit der Perspektive war ein permanenter Ansporn.
Ich nahm meine Umgebung viel intensiver wahr, weil ich nun ständig auf der Suche nach Motiven war, die mich begeisterten.
Es waren zunächst die bergischen Häuser in meiner nächsten Umgebung - Fachwerk- und Schieferhäuser mit ihren detailreichen Fassaden - je nach Jahreszeit eher von bunten Blumen umgeben oder im Herbst von buntem Laub mit seinem morbiden Charme oder im Winter von kargen Bäumen, die ohne Laub die Sicht auf versteckte, meist besonders interessante Gebäude frei gaben.
Mit der Zeit verfeinerte sich die Mal- und Zeichenweise, weil es die Details sind, die aus meiner Sicht den Charakter eines Gebäudes unterstreichen, betonen und hervorheben.
Dabei begeistern mich besonders Gebäude, die einen morbiden Charme haben, der sich in der Fassade ausdrückt und ganz besonders in den Fenstern. Fenster sind für mein Empfinden “die Augen” eines Hauses und spiegeln seine Seele wider. Aufwändig verzierte Fenster, Sprossenfenster mit dazu passenden Gardinchen, ggfs. leicht verwitterte Fensterrahmen, üppige Blumen davor - vermitteln Charme und erzählen von der Geschichte des Hauses.
Detailreiche Türen und Tore, passende Stühlchen oder Bänke vor dem Gebäude machen meine Begeisterung für das Motiv dann perfekt.
Bei der Umsetzung zu Hause an der Staffelei kam und kommt mir bei den vielen Details der Bleistift zu Hilfe. Mit dem Bleistift lassen sich hervorragend Details mit der Ölpastellkreide zusammen umsetzen: Schieferstrukturen, Dachziegel, feine Linien an den Fenstern und Türen - all dies wird mit dem Bleistift eingearbeitet.
Das Arbeiten mit der an sich etwas groben Ölpastellkreide begeistert mich aufgrund der Farbintensität der Farbe und deren Konsistenz. Die Farben lassen sich bestens in mehreren Schichten auftragen und dadurch mischen. Es ist der direkte Kontakt zum Papier gegeben. Durch Druck und weniger Druck lässt sich mehr oder weniger Farbe auftragen - je nach Bedarf. Wenn das Bild fertig ist (manchmal ist es schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden - je nach “Detailversessenheit”), wird es mit einem Fixativ-Spray fixiert.
Meine Bilder sind im Format A3. Über all’ die Jahre hat sich dies als praktisch an der Staffelei und gut zu handhaben erwiesen.
Ich habe viele Motive in Norddeutschland und in Bayern gefunden, in den Niederlanden - überall da, wo ich Zeit verbringen durfte. So sind inzwischen ca. 500 Bilder entstanden. Ca. 150 Originale befinden sich bereits in privaten Sammlungen.
Um eine “Verbindung” zu dem Motiv zu haben, ist es mir immer wichtig, vor Ort gewesen zu sein, das Gebäude aus vielen Blickwinkeln gesehen und fotografiert und die Atmosphäre dort wahrgenommen zu haben. Diese schwingt beim Malen und der zeichnerischen Umsetzung an der Staffelei zu Hause mit.
In der Regel dauert es 2 - 4 Wochen bei einer täglichen Arbeitsdauer an der Staffelei von ca. 1 - 2 Stunden, bis ein Bild fertig ist - je nach Komplexität des Motivs.
Auf dieser Homepage zeige ich eine Auswahl an Bildern. Weitere Bilder sind auf Instagram und Facebook zu finden. Beides ist verlinkt.
Ich hoffe, dass ich die Begeisterung für die Malerei und die bisher gefundenen Motive auf diesem Wege teilen kann.